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Albanien - Europas unbekannte Schönheit


Reiseerinnerungen zu unserer Gruppenreise nach Albanien vom 15.05.-22.05.2018

Reisebericht Albanien Rundreise

Albanien, Europas unbekannte Schönheit, so lautete der Titel einer Reise, die am 15. Mai 2018 beginnen sollte. Mit nur wenigen konkreten Vorstellungen, dafür aber umso mehr Neugier im Gepäck starteten wir zusammen mit 16 Gästen aus ganz Sachsen-Anhalt um 8:05 Uhr vom Flughafen Leipzig/Halle zur Reise ins wortwörtlich „Unbekannte“. Nach einem Zwischenstopp in Wien landeten wir am frühen Nachmittag in Tirana, der Hauptstadt des Landes, wo uns unser einheimischer Reiseleiter Julian sowie der Fahrer Maksi ganz herzlich willkommen hießen. Auf der Fahrt zum Stadtzentrum, die nicht mehr als 45 Minuten dauerte, öffneten sich plötzlich die Himmelsschleusen und ein kräftiger Sommerregen sollte uns die folgenden Stunden begleiten. Kein gutes Omen?

Von wegen, denn wie sich später herausstellte, sollte dies der einzige Regen der kommenden Woche bleiben – zum Glück! Angekommen im Hotel und einer kurzen Erfrischungspause durften wir uns im Nationalmuseum auf sehr eindrucksvolle Weise über die wechselhafte Geschichte des Landes informieren. Skanderbeg oder auch Skanderbeu genannt, Albaniens omnipräsenter Nationalheld wird hier bereits imposant in Szene gesetzt und sollte uns die nächsten Tage immer wieder aufs Neue begegnen. Höhepunkt war der Besuch in der Festungsstadt Kruja mit dem Skanderbeg-Museum am vorletzten Tag der Reise, das neben original Reliquien seines Lebens, auch zahlreiche Büsten, Gemälde und Skulpturen an einem historischen Ort bereithielt. Ein geeigneteres Denkmal hätte man diesem größten Albaner aller Zeiten nicht setzen können. Von Julian erfuhren wir, dass ein Besuch dieser heiligen Stätte für Schulklassen Pflicht wäre. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass unser Aufenthalt mit dem Besuch von 500 Schülern eines Gymnasiums aus Pristina zusammenfiel.

 

Die Hauptstadt Tirana war Start- und Endpunkt unserer Rundreise. Bei einem ersten geführten Rundgang unter strahlend blauem Himmel machten wir Bekanntschaft mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter dem Skanderbeg-Platz mit Nationalmuseum, der Oper, dem alles überthronenden International Hotel, der Et’hem-Bey-Moschee und dem Uhrturm. Ein prächtiger Platz, der sich nach allen Himmelsrichtungen mit großzügigen Boulevards öffnet und ein wichtiger Treffpunt für die jungen Hauptstädter ist. Überhaupt scheint Albanien geprägt zu sein von einer sehr jungen Gesellschaft und so kam der Anblick der zahllosen Straßencafés, die uns zu jeder Tages- und Nachtzeit gut gefüllt erschienen, wenig überraschend. Bei einem Kaffeepreis von umgerechnet weniger als 1 Euro auch kein Wunder J.  Vorbei an der Pyramide von Hoxha, einem Überbleibsel der kommunistischen Ära, gipfelte unsere Stadtbesichtigung im Drehrestaurant des Sky Towers mit herrlichen Rundumblicken auf die Stadt und die umliegenden Berge.

Etwa 2 Stunden Busfahrt trennten uns vom nächsten Ziel, der Stadt Berat. Die mittelalterliche Burg thront hoch über der Stadt und beeindruckte uns mit verwinkelten Gassen, idyllischen Wohnquartieren, urtypisch-albanischer Handwerkskunst und einer einzigartigen Ikonensammlung im Onufri-Museum. Dank einer herausragenden Übersetzungsleistung von Julian erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über die heiligen Ausstellungsstücke. Die Unterstadt mit ihren historischen Stadtteilen Mangalem und Gorica bestechen noch immer durch eine weitgehend unveränderte osmanische Architektur. Die großen Fassaden der übereinander liegenden Häuser geben der Stadt den trefflichen Beinamen „Stadt der Fenster“. Mit Gjirokastra wartete am Folgetag ein weiteres Juwel der albanischen Städtebauarchitektur auf unsere Reisegruppe. Die „Stadt der Steine“ liegt keine 30 km von der griechischen Grenze entfernt und besticht durch steinplattengedeckte Häuser und traumhafte Ausblicke auf die umliegenden Berglandschaften. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Burgfestung sowie das Geburtshaus von Enver Hoxha, heute ein Ethnografisches Museum. Weiter führte der Weg über wildromantische Bergstraßen, auf denen unser Bus nicht selten von querenden Ziegenherden eingebremst wurde. Das „Blaue Auge“ ist die wasserreichste Frischwasserquelle des Landes und liegt in einer grünen Idylle fernab von jeglichem Stress und jeder Art von Hektik. Begleitet wurden wir auf unserer kurzen Wanderung dorthin von zahllosen blau-schimmernde Libellen. Spätestens hier war die unberührte Naturschönheit Albaniens zum Greifen nah.

Die nächsten Tage waren der albanischen Riviera gewidmet. Saranda, Vlora und Durrës sind die bekanntesten Küstenstädte am Ionischen und Adriatischen Meer und gelten nicht zu Unrecht als die beliebtesten Badeorte des Landes. Die touristische Infrastruktur ist zwar bei Weitem noch nicht mit der von anderen Mittelmeerstaaten vergleichbar, dennoch hat sie in den vergangenen Jahren in sehr starkem Maß aufgeholt. Sollte auch nur die Hälfte der hier vorhandenen Hotels, Apartmentanlagen und Ferienwohnungen belegt sein, so lässt sich erahnen, welch reges Treiben auf den modernen Strandpromenaden in den heißen Sommermonaten herrscht. Den örtlichen Restaurantbetreibern und Cafébesitzern, Souvenirverkäufern und Ausflugsanbietern sei dies vergönnt, wir hingegen genossen die letzten ruhigen Tage der Vorsaison. Mit nicht allzu viel Fantasie fühlten wir uns beim abschließenden Blick auf die malerischen Buchten mit den ihren luxuriösen Yachten gedanklich an der Cote d Azur, der dalmatischen Riviera oder der Costa del Sol. Einzig die gekühlte Flasche Tirana oder Korca Bier in der Hand belehrte uns etwas Anderes.

Mit sehr viel Stolz blickt Albanien auf seine antiken Stätten aus dorischer, römischer und byzantinischer Zeit zurück. Butrint und Apollonia sind die Aushängeschilder und stehen völlig zu Recht auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Deren Besichtigungen sind ein absolutes Muss und wir genossen die ausgiebigen Besichtigungen und ausführlichen Erklärungen. Einmal überraschte uns Julian mit einer kleinen Gesangseinlage, und das auf der Bühne eines Jahrtausendealten Amphitheaters. Einen besseren Ort hätte er nicht wählen können.

Albanien, das sind aber auch die unerwarteten Begegnungen, wie z.B. mit einem alten Mann, der uns mit großem Stolz in seinen „Bunker“ führte und als kostbarsten Besitz seinen stoischen Esel samt klapprigem Karren präsentierte. Oder etwa mit einer Folkloregruppe, die für uns in traditioneller Tracht ihre Volkslieder und –tänze vorführten. Und mit einem leibhaftigen Ex-Gesundheitsminister an Vloras Strandpromenade zu sitzen und gemeinsam einen kräftigen Schluck des Nationalgetränks – Cognac Skanderbeu - zu trinken.

Ein großes Lob gebührt abschließend auch der albanischen Küche mit ihren köstlichen Speisen aus regional angebautem Gemüse und südländischen Früchten, fangfrischem Fisch und den verschiedensten Fleischvarianten. Höhepunkt war mit Sicherheit das Abschiedsabendessen in einem edlen Sterne-Restaurant mit einem unnachahmlichen Vorspeisenquintett und saftiger Lammkeule, freiem Hauswein und einer Abschlussrunde selbstgebrannten Rakis – unserem Busfahrer Maksi sei Dank. Überhaupt war es eine schöne Erfahrung jeden Abend in einem anderen Lokal zu speisen, und so die unterschiedlichsten Geschmäcker erleben zu dürfen.

 

Wir danken unseren hervorragenden Gastgebern für eine gelungene und abwechslungsreiche Reise durch das Land der Skipetaren. Danke Julian für die informative Präsentation deines Heimatlandes. Danke Maksi für deine ruhige Art und sichere Fahrweise. Danke aber auch Alma, für die tolle Voraborganisation und Planung der Rundreise. Dank euch fahren wir mit einer wertvollen Bereicherung zurück und werden die gewonnenen Eindrücke im Herzen halten. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, Albanien als touristisches Reiseziel bekanntzumachen mit seinen liebenswerten Menschen und unberührten Naturschönheiten. Das habt ihr wahrlich verdient. Faleminderit Shqipërinë!

 

 

Ihr Ronny Streiberger

Produktmanager beim Reiseveranstalter Sachsen-Anhalt-Tours

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