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Allgemeine Geschäftsbedingungen / Reisebedingungen SAT & halle-reisen

Hier finden Sie die aktuellen allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. Reisebedingungen der Sachsen-Anhalt-Tours GmbH mit ihren Marken Sachsen-Anhalt-Tours und halle-reisen. (noch bis 30.06.2018 gültig)

§1 Abschluss des Reisevertrages

a) Der Reisevertrag soll schriftlich abgeschlossen (Reiseanmeldung und Reise­bestätigung) werden. Sämtliche Abreden, Nebenabreden und Sonderwün­sche sollen schriftlich erfasst werden. Bei Vertragsabschluss oder unverzüg­lich danach wird dem Reisenden die Reisebestätigung ausgehändigt. Dazu ist der Reiseveranstalter Sachsen-Anhalt-Tours GmbH und halle-reisen (Nach­folgend „Reiseveranstalter“ genannt) nicht verpflichtet, wenn es sich um eine kurzfristige Buchung weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn handelt.

b) An die Reiseanmeldung ist der Reisende 10 Tage gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch den Veranstalter bestätigt. Kurzfristige Buchungen zwei Wochen vor Reisebeginn und kürzer führen durch die sofortige Bestäti­gung bzw. durch die Zulassung zur Reise zum Vertragsabschluss. Die Anmeldung erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Personen, für deren Vertragsverpflichtung hat der Anmelder wie für seine eigene Verpflichtung einzustehen, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrücklich und gesonderte Erklärung übernommen hat.

c) Telefonisch nimmt der Reiseveranstalter, worauf der Reisende ausdrücklich hinzuweisen ist, lediglich verbindliche Reservierungen vor, auf die hin der Reisevertrag durch die schriftliche Reiseanmeldung, die der Reisende unver­züglich unterschrieben an den Reiseveranstalter zurückzuleiten hat, und die Reisebestätigung geschlossen wird. Sendet der Reisende die unterschriebene Reiseanmeldung nicht innerhalb einer Frist von 7 Tagen nach Zugang der Reiseanmeldung zurück, so kann der Reiseveranstalter von der Reservie­rung Abstand nehmen, sofern es der Reisende nach Aufforderung wieder­um unterlässt, die Reiseanmeldung unterschrieben an ihn weiterzuleiten. Schadensersatzansprüche wegen Nichteinhaltung der Reservierungsabrede bleiben hiervon unberührt. Für Buchungen mittels Reservierungssystem gilt das unter Ziffer 1.c) Ausgeführte entsprechend. Der Reiseveranstalter bestä­tigt dem Reisenden bei elektronischen Buchungen den Zugang der Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg.

d) Weicht die Reisebestätigung von der Reiseanmeldung des Reisenden ab, so liegt in der Reisebestätigung ein neuer Vertragsantrag, an den der Reiseveranstalter 10 Tage gebunden ist und den der Reisende durch die Rücksendung der Reise­anmeldung innerhalb dieser Frist annehmen kann. Für die Annahme wird die rechtzeitige Rücksendung der unterschriebenen Reiseanmeldung empfohlen.

 

e) Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, den Reiseunterlagen und in den sonstigen Erklärungen als vermittelt bezeichnete Fremdleistungen ist der Rei­severanstalter lediglich Reisevermittler. Bei diesen Reisevermittlungen ist eine vertragliche Haftung - außer bei Körperschäden - als Vermittler ausgeschlos­sen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung besteht oder zugesicherte Eigenschaften fehlen. Der Reiseveranstalter haftet insofern grundsätzlich nur für die Vermitt­lung, nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst (vgl. §§675,631 BGB). Für den Vertragsabschluss gelten die Bestimmungen der Ziff.1. sinngemäß. 

§2 Zahlungen

a) Nach Abschluss des Reisevertrages sind 20 % des Reisepreises pro Person nach Aushändigung des Sicherungsscheines zu zahlen. Der Restbetrag ist 21 Tage vor Reisebeginn Zug um Zug gegen die Aushändigung der vollständigen Rei­seunterlagen zu zahlen, sofern der Sicherungsschein übergeben ist und die Reise nicht mehr gem. Ziffer 11. a) abgesagt werden kann.

b) Vertragsabschlüsse innerhalb von drei Wochen vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen und Aushändigung des Sicherungsscheines.

c) Die Verpflichtung zur Aushändigung eines Sicherungsscheines besteht nicht, wenn die Reise nicht länger als 24 Stunden dauert, keine Übernachtung ein­schließt und der Reisepreis 75 EURO nicht übersteigt.

 

d) Erfolgt die Zahlung nicht vollständig und pünktlich, hat der Reiseveran­stalter das Recht, nach Mahnung und Fristsetzung seinerseits vom Vertrag zurückzutreten und Ersatzanspruch in Höhe der entsprechenden Rücktritts­gebühren zu verlangen. 

§3 Leistungen

a) Die Vertraglichen Leistungen richten sich nach der im Zeitpunkt des Vertrag­sabschlusses maßgeblichen Leistungsbeschreibung (Prospekt/Katalog) sowie den weiteren Vereinbarungen, insbesondere nach der Reiseanmeldung und der Reisebetätigung Ziff.3.b) ist zu beachten.

b) Zusätzliche Zusicherungen, Nebenabreden, besondere Vereinbarungen oder vereinbarte Sonderwünsche des Reisenden sollen in die Reiseanmeldung und insbesondere in die Reisebestätigung aufgenommen werden. Auf Ziff.1.a) dieser Bedingungen wird Bezug genommen.

 

c) Die Vergabe der Sitzplätze erfolgt in der Regel in der Reihenfolge des Ein­ganges der Buchungen, ist aber nicht Vertragsbestandteil. Veränderungen sind aus beförderungstechnischen Gründen möglich. Der Reiseveranstalter bemüht sich um die Einhaltung der ursprünglich vergebenen Sitzplätze. 

§4 Preisänderungen

a) Der Reiseveranstalter kann vier Monate nach Vertragsabschluss Preiserhö­hungen bis zu 5 % des Gesamtreisepreises verlangen, wenn nachweisbar und erst nach Vertragsabschluss konkret eintretend einer Erhöhung der Beförde­rungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flug­hafengebühren, oder einer Änderung der für die betreffende Reise gelten­den Wechselkurse Rechnung getragen wird. Auf den genannten Umständen beruhende Preiserhöhungen sind nur insoweit zulässig, wie sich die Erhöhung ausgehend vom Beförderungs-, Abgaben- und Wechselkursanteil konkret be­rechnet auf den Reisepreis auswirkt.

b) Eine Preiserhöhung kann nur bis zum 21. Tag vor dem vereinbarten Abreise­termin verlangt werden. Eine nach Ziff.4.a) zulässige Preisänderung hat der Reiseveranstalter dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Preiserhö­hungsgrund zu erklären.

c) Bei Preiserhöhungen nach Vertragsschluss um mehr als 5 % des Gesamtreise­preises kann der Reisende kostenlos zurücktreten oder stattdessen die Teil­nahme an einer anderen mindestens gleichwertigen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten

 

d) Die Rechte nach Ziff.4.c) hat der Reisende unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters diesem gegenüber geltend zu machen. 

§5 Leistungsänderungen

a) Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen vom vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

b) Eine zulässige Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat der Reiseve­ranstalter dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund zu erklären.

c) Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Reiseveran­stalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Ziff.4.c.) gilt entsprechend.

 

d) Für den Fall einer zulässigen Änderung bleiben die übrigen Rechte (insbeson­dere Minderung und Schadensersatz) unberührt. 

§6 Rücktritt des Kunden

Nach dem jederzeit möglichen Rücktritt ist der Reisende verpflichtet, grund­sätzlich pauschal folgende Entschädigung zu zahlen:

a) bei PKW-, Bus- und Bahnreisen

bis 4 Wochen vor Reisebeginn 5 %

ab 28. Kalendertag vor Reisebeginn 15 %

ab 21. Kalendertag vor Reisebeginn 35 %

ab 14. Kalendertag vor Reisebeginn 50 %

ab 6. Kalendertag vor Reisebeginn und danach 75 %

sowie bei Nichterscheinen am Abreisetag 90 %

des Gesamtreisepreises als Stornokosten.

b) bei Flugreisen

bis 30 Tage vor Reisebeginn 25 %

vom 29. bis 22. Tag vor Reisebeginn 30 %

vom 21. bis 15. Tag vor Reisebeginn 40 %

vom 14. bis 7. Tag vor Reisebeginn 60 %

vom 6. bis 3. Tag vor Reisebeginn 75 %

2 Tage vor Reisebeginn 80 %

ab Abreisetag 90 %

des Gesamtreisepreises pro Teilnehmer

c) bei Seeschiffsreisen/Flusskreuzfahrten

bis zu 50 Tage vor Reisebeginn 20 %

49 Tage bis 30 Tage vor Reisebeginn 30 %

29 Tage bis 24 Tage vor Reisebeginn 40 %

23 Tage bis 17 Tage vor Reisebeginn 60 %

16 Tage bis 1 Tag vor Reisebeginn 80 %

Nichtantritt der Reise (gilt auch bei Stornierung am Abreisetag) 95 %

des Gesamtreisepreises pro Teilnehmer.

d) Bei Stornierungen von Reisen, in deren Leistungen bzw. Zusatzleistungen Eintrittskarten enthalten sind, ist ab dem 60. Tag vor Reisebeginn zu den üb­lichen Stornierungsgebühren der volle Preis der Eintrittskarte zu entrichten, sofern diese nicht anderweitig genutzt werden kann.

e) Bei Tagesfahrten wird eine pauschale Stornogebühr von 10 € unabhängig vom Datum der Absage erhoben. Bei Nichtanreise, Nichterscheinen zur Abfahrt wird der komplette Reisepreis fällig. Tagesfahrten, in deren Leistungen bzw. Zusatzleistungen Eintrittskarten enthalten sind, gilt ist ab dem 60. Tag vor Reisebeginn zur Stornogebühr von 10 € der volle Preis der Eintrittskarte zu entrichten, sofern diese nicht anderweitig genutzt werden kann.

f) Erfolgt die Stornierung einer Buchung nur teilweise (Anzahl, Personen, Leistungen), beziehen sich obige Entschädigungssätze auf die Differenz der Rechnungssummen.

g) Maßgeblich für den Lauf der Fristen ist der Zugang der Rücktrittserklärung in der Buchungsstelle der Reiseveranstalter. Dem Reisenden wird der schrift­liche Rücktritt empfohlen.

 

h) Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, ein Anspruch auf Entschädigung sei überhaupt nicht entstanden oder die Entschädigung sei wesentlich niedriger als die Pauschale. 

§7 Änderungen auf Verlangen des Reisenden

Verlangt der Reisende nach Vertragsabschluss Änderungen oder Umbuchungen, so kann der Reiseveranstalter bei Vornahme entsprechender Umbuchungen eine Bearbeitungsgebühr von 15 € verlangen, soweit er nach entsprechender Infor­mation des Reisenden nicht eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter er­sparten Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung der Reiseleistung erwerben kann. 

§8 Ersatzreisende

a) Der Reisende kann sich bis zum Reisebeginn durch einen Dritten ersetzen lassen, sofern dieser den besonderen Reiseerfordernissen genügt und sei­ner Teilnahme nicht gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen und der Reiseveranstalter der Teilnahme nicht aus diesen Gründen widerspricht.

b) Der Reisende und der Dritte haften dem Reiseveranstalter als Gesamtschuld­ner für den Reisepreis.

 

c) Der Reisende und der Dritte haften dem Reiseveranstalter gegenüber als Gesamtschuldner für die durch die Teilnahme des Dritten entstandenen Mehrkosten, regelmäßig pauschalisiert auf 15 €, wobei es dem Reisenden und dem Dritten ausdrücklich gestattet ist, einen niedrigeren oder keinen Mehraufwand nachzuweisen. 

§9 Reiseabbruch

Wird die Reise infolge eines Umstandes abgebrochen, der in der Sphäre des Rei­senden liegt (z. B. Krankheit), so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, bei den Leistungsträgern die Erstattung ersparter Aufwendungen sowie erzielter Erlöse aus der Verwertung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen zu erreichen. Dies gilt nicht, wenn völlig unerhebliche Leistungen betroffen sind, oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen. 

§10 Störung durch den Reisenden

Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere Teilnahme für den Reiseveranstalter und/oder die Reiseteilnehmer nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. Dem Reiseveranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der Rei­seleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche im Übrigen bleiben unberührt. 

§11 Mindestteilnehmerzahl

a) Ist in der Beschreibung der Reise (Prospekt, Katalog) ausdrücklich und in der Reisebestätigung auf eine bestimmte Mindestteilnehmerzahl und die Rück­trittserklärungsfrist (spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn) hingewie­sen, so kann der Reiseveranstalter erklären, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht und die Reise nicht durchgeführt wird.

b) Der Reiseveranstalter wird dem Reisenden die Erklärung nach Ziff.12.a) un­verzüglich nach Kenntnis der nichterreichten Teilnehmerzahl, spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn zugehen lassen.

c) Der Reisende kann die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen ande­ren Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

d) Der Reisende hat sein Recht nach Ziff.12.c) unverzüglich nach Zugang der Erklärung des Reiseveranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.

 

e) Macht der Reisende nicht von seinem Recht nach Ziff. 12.c) Gebrauch, so ist der von den Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten. 

§12 Kündigung infolge höherer Gewalt

a) Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch nicht vorhersehbare Umstände wie Krieg, innere Unruhen, Epidemien, hoheitliche Anordnung (Entzug der Landerechte, Grenzschließung), Naturkatastrophen, Havarien, Zerstörung von Unterkünften, oder gleichwertige Fälle berechti­gen beide Teile zur Kündigung des Reisevertrages.

b) Im Falle der Kündigung kann der Reiseveranstalter für erbrachte oder noch zu erbringende Reiseleistungen eine nach § 638, Abs. 3 des BGB zu bemes­sende Entschädigung verlangen.

c) Der Reiseveranstalter ist im Kündigungsfall zur Rückbeförderung verpflich­tet, falls der Vertrag die Beförderung mit umfasst. In jedem Fall hat er die zu der Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

 

d) Die Mehrkosten der Rückbeförderung tragen die Parteien je zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu tragen. 

§13 Gewährleistung durch Abhilfe

a) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Reisende Abhilfe verlangen, sofern diese nicht einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung des Reisemangels bzw. einer gleich­wertigen Ersatzleistung.

b) Der Reisende kann eine Herabsetzung des Reisepreises nach § 638 Abs. 3 BGB verlangen, wenn er den oder die Reisemängel beim Reiseleiter, oder falls dieser nicht erreichbar ist, beim Reiseveranstalter direkt anzeigt, so­weit nicht erhebliche Schwierigkeiten die Mängelanzeige gegenüber dem Reiseveranstalter unzumutbar machen. Die Telefon- und Telefaxnummern ergeben sich aus den Reiseunterlagen. Unterlässt der Reisende schuldhaft die Mängelanzeige, so stehen ihm keine Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises zu. Hat der Reisende mehr als die geminderte Vergütung ge­zahlt, so ist der Mehrbetrag vom Unternehmen zu erstatten. Die §§ 346 Abs. 1, 347 Abs. 1 des BGB finden entsprechende Anwendung.

c) Ist die Reise mangelhaft und leistet der Reiseveranstalter nicht innerhalb der von dem Reisenden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Reisende auch selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwen­dungen verlangen. Einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn der Reiseveran­stalter die Abhilfe verweigert oder ein besonderes Interesse des Reisenden die sofortige Selbsthilfe rechtfertigt.

d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, so kann der Rei­sende eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Verstreicht die Frist nutzlos, kann der Reisende den Reisevertrag kündigen. Die Fristsetzung ist entbehrlich,  wenn die Abhilfe unmöglich ist, verweigert wird oder die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Das gilt ent­sprechend, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichti­gem und dem Reiseveranstalter erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist.

e) Bei berechtigter Kündigung kann der Reiseveranstalter für erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine Ent­schädigung verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der erbrachten Reiseleistungen sowie der Gesamtpreis und der Wert der vertraglich ver­einbarten Reiseleistungen maßgeblich (vgl. § 638 Abs. 3 des BGB). Das gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu erbringenden Reiseleistungen für den Reisenden kein Interesse haben. Der Reiseveranstalter hat die erforderli­chen Maßnahmen zu treffen, die infolge der Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung vom Reisevertrag mit umfasst, so hat der Rei­severanstalter auch für diese zu sorgen und die Mehrkosten zu tragen.

 

f) Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder Kündigung Schadens­ersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn der Mangel beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat. 

§14 Mitwirkungspflicht des Reisenden

Der Reisende ist verpflichtet, die ihm zumutbaren Schritte zu unternehmen, um eventuelle Schäden gering zu halten. Auf die Ziff. 10. und 13. wird Bezug genommen. 

§15 Haftungsbeschränkung

a) Die vertragliche Haftung der Reiseveranstalter für Schäden, die nicht Kör­perschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt.

aa) soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder ab) soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

b) Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung in­ternationale Übereinkommen oder auf diese beruhende gesetzliche Bestim­mungen, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann, so kann sich der Reiseveranstalter gegenüber dem Reisenden auf dieses Über­einkommen und die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.

c) Bei eindeutig und ausdrücklich als vermittelt bezeichneten Leistungen ist Ziff.1.e) dieser Bedingungen zu beachten.

 

d) Für alle gegen den Reiseveranstalter gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Reiseveranstalter bei Sachschäden bis 4.000 €. Über­steigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschä­den auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungs­höchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise. Dem Reisenden wird in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseun­fall- oder Reisegepäckversicherung empfohlen. 

§16 Ausschluss und Verjährung

a) Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistung nach den §§ 651 c bis 651 f BGB hat der Reisende innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Be­endigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Reisende die genannte Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte.

b) Ansprüche des Reisenden im Sinne der Ziff.16.a) verjähren grundsätzlich in einem Jahr nach dem vertraglich vorgesehenen Reiseende, jedoch mit der Ein­schränkung, dass diese Verjährungsfrist von einem Jahr nicht vor Mitteilung ei­nes Mangels an den Reiseveranstalter durch den Reisenden beginnt. Bei grobem Verschulden verjähren die in Ziff.16.a) betroffenen Ansprüche in zwei Jahren.

c) Schweben zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter Verhandlun­gen über den Anspruch oder die den Anspruch begründeten Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

 

d) Im Übrigen gilt, insbesondere auch bei arglistigem Verschweigen des Man­gels, die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. 

§17 Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten

a) Der Reiseveranstalter weist auf Pass-, Visumerfordernisse einschließlich der Fristen zur Erlangung dieser Dokumente und gesundheitspolizeilicher Forma­litäten in dem von ihm herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfügung gestellten Prospekt oder durch Unterrichtung vor der Buchung einschließlich zwischenzeitlicher Änderungen insbesondere vor Vertragsabschluss und vor Reisebeginn hin, die für das jeweilige Reiseland für deutsche Staatsbürger ohne Besonderheiten wie Doppelstaatsbürgerschaft etc. gelten.

b) Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht durch den Reisever­anstalter hat der Reisende die Voraussetzungen für die Reise zu schaffen, sofern sich nicht der Reiseveranstalter ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.

 

c) Entstehen z. B. infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen für die Reise Schwierigkeiten, die allein auf das Verhalten des Reisenden zurückzuführen sind (z. B. keine Beschaffung des erforderlichen Visums), so kann der Reisen­de nicht kostenfrei zurücktreten oder einzelne Reiseleistungen folgenlos in Anspruch nehmen. Insofern gelten die Ziff. 6. (Rücktritt des Kunden) und 9. (Reiseabbruch) entsprechend. 

§18 Gerichtsstand

a) Der Reisende kann den Reiseveranstalter an dessen Sitz verklagen.

b) Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgeblich, sofern es sich nicht um Vollkaufleute oder Per­sonen handelt, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort nach Vertragsschluss ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder Aufent­haltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgeblich.

 

c) Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen begründet grundsätzlich nicht die Unwirksamkeit des Reisevertrages im Übrigen. 

§19 Sonstige Bestimmungen (nur für Reisemittler)

Erfolgen Buchungen über einen Reisemittler (Reisebüro), der als Agentur für Sachsen-Anhalt-Tours GmbH und halle-reisen tätig ist, gelten die vorstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen analog, sofern aus dem Agenturvertrag sich andere Regelungen nicht ergeben.

 

Sofern nicht anders ausgewiesen sind alle Preisangaben des Kataloges in Euro. 

Hinweis: Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Buchungen bis einschließlich 30.06.2018. Ab dem 01.07.2018 treten gleich­zeitig mit dem neuen Reiserecht auch neue Allgemeine Geschäftsbedingungen in Kraft, die wir Ihnen rechtzeitig vor der Buchung zur Verfügung stellen. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz. 

Buchungsstelle:

Fährstraße 1 · D-06114 Halle (Saale)

Telefon: 0345/22 54 00 | Telefax: 0345/22 54 060

E-Mail: reiseveranstalter@sat-reisen.de

Internet: www.sat-reisen.de | www.halle-reisen.com

Sachsen-Anhalt-Tours & halle-reisen

Sachsen-Anhalt-Tours GmbH

Fährstraße 2 · D-06114 Halle (Saale)

Telefon: 0345/22 54 00 | Telefax: 0345/22 54 060

Geschäftsführer: Frank Koppa, Günther Mehlhorn, Matthias Wend

Handelsregister B des Amtsgerichtes Stendal

Nummer der Firma: HRB 207018 | Gerichtsstand: D-06108 Halle (Saale)

Satz/Layout: www.treibhaus-werbeagentur.de

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Stand: Oktober 2017

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